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Ganzheitliche Kieferorthopädie

„Es gibt kein Gebiet des Lebens, der Medizin und der Heilkunde, welches sich nicht im Gebiss spiegelt, hier seine Spuren hinterlässt und Rückwirkungen in Erscheinung treten lässt“

Prof. Dr. Dr. Wilhelm Balters – Begründer des ganzheitlichen Denkens in der Kieferorthopädie, hatte als Arzt und Kieferorthopäde schon vor Jahrzehnten die Bionatortherapie entwickelt.

Balters meinte damit, dass die Formgebung des Kiefers und des ganzen Menschen auch von äußeren Faktoren in größtem Maße abhängen. Sogenannte Kraftfelder induzieren körperliche Änderungen.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Kieferorthopädie, die mit körperfremden Kräften arbeitet, wie Spangen, Federn, Drähten, Gummizügen, Schrauben u.ä., gibt die von Balters gegründete biologisch ganzheitliche Kieferorthopädie eine formgebende Richtung vor, also eine Gestalt, in der z.B. der Kiefer durch Strömungsgeschehen, wie Atemluft, Blutfluss, Lymphfluss, Änderungen im plasmatischen Retikulum, Regulation in der Matrix, Änderung des ph-Wertes, Änderung des Potentialgefälles usw. hineinwächst, dies geschieht im Rahmen des genetischen Codes.

„Was Du denkst, das bist Du. Und genau so siehst Du auch aus“

Deutsches Sprichwort

Wenn auf diese Dynamik eingegangen wird, können alle Dysgnathien im positiven Sinne beeinflusst werden, eine Rückbildung dieses Fehlers in die individuelle Norm (behandelt) werden.

Der große Vorteil der ganzheitlichen Therapie besteht darin, dass der rein mechanische Ansatz der kieferorthopädischen Behandlung von Kieferanomalien mit mechanisch wirkenden Apparaturen nur ein Teil der Therapie sein darf. Vielmehr sollte man, gemäß der eigentlichen Bedeutung des Wortes Kieferorthopädie – Erziehung zum Gesunden, zum „Geraden“ – Wert darauf legen, einen Einfluss auf den „Lebensraum Mund“ zu nehmen.

Verringert man bei engstehenden Zähnen die Zahnzahl, erfolgt in keinster Weise eine Behandlung der Ursache der Anomalie – Warum stehen die Zähne im Kiefer eng? – sondern diese, wie auch immer geartete Fehlfunktion der Zahnumgebung wird dann auf der grobstofflichen Makroebene manifestiert und dem Patienten dann die Chance genommen, zur Gesundung seiner Kieferanomalie „erzogen“ zu werden.

Im Rahmen der ganzheitlichen Kieferorthopädie liegt der Schwerpunkt in der Analyse und der Behandlung der Ursachen der Kieferanomalie. Der ganze Mensch und die Kiefer mit allen umgebenden Strukturen müssen soweit entwickelt werden, dass alle Zähne im Kiefer Platz finden und auch genügend Platz für die Entwicklung des Mundraumes, der Mundraumfunktionen und des eigenen Ichs entsteht.

Der Bakteriologe und Hygieniker KOLLATH konnte mit seinen Tierfütterungsversuchen nachweisen, dass durch die Aufnahme von denaturierter verarbeiteter Nahrung, also eine im Laborversuch installierte Fehlernährung, Gebiss und Skelettschäden entstehen, so dass endgültig auch auf der biochemischen Ebene damit aufgeräumt werden muss, Kieferanomalien seien eigenständige Krankheiten.

In der ganzheitlichen Kieferorthopädie kann es nicht anders betrachtet werden, als in der ganzheitlichen ärztlichen Behandlung eine Menschen. Auch hier wird jede Krankheit zunächst als ein Symptom erfasst. Die Heilung kann dann über die Betrachtung und Harmonisierung der Regelmechanismen des ganzen Menschen erfolgen.

In der herkömmlichen Kieferorthopädie versucht man Normen aus statistischen Zahlen zu bedienen, also ganz weit abseits jedweder Individualität. Es wird versucht in die Komponente Gestalt etwas hinein zu zwingen, was nicht dem natürlichen Bauplan entspricht. Daher entwickeln sich aus solchen Maßnahmen zu 100% die sogenannte Rezidive. In der naturnahen Kieferorthopädie regt man an, man startet einen Regulationsmechanismus der die Kräfte=Energien in ihrem vom Individuum vorgegebenen Freiheitsgraden sich entwickeln lässt. Dazu ist es hinausgehend zwingend nötig auch die über das lokale wirksamen Kräfte mit einzubeziehen, wie z.B. die Ernährung, das Eltern-Kindverhältnis. die seelischen Blockaden, die eingeschliffenen Gewohnheiten, wie Schlucken, Atmen, usw.

Das kieferorthopädische Gerät wird dabei zum Hilfsmittel unter anderen und nicht wie in der normalen Kieferorthopädie zum einzig aktiven Teil der Behandlung.

So wie eine Pflanze immer in Wechselbeziehung zu ihrer Umwelt steht (Boden, Mineralien, Wasser, Luft, Temperatur ), so ist die Zahnstellung und die Ausformung der Kiefer abhängig von dem umgebenden Milieu. In diesem Fall sind es die Faktoren wie die Mundraumfunktionen, der Spannung der Muskulatur, der Stoffwechsel, der Lymphabfluss und die Atmung. Schließlich hängt alles von dem diese Funktionen steuernden System, dem Denken und dem Fühlen ab. In diesem Sinne spielen auch die Lebensumstände als Milieu des Patienten eine genauso große Rolle wie bei der ganzheitlichen ärztlichen Behandlung.

Im Wesentlichen steht die Behandlung der ganzheitlichen Kieferorthopädie auf folgenden Säulen:

  1. Bewusstmachen der Anomalie und deren Bedeutung (mit Hilfe des Lüscher Farbtestes)
  2. Behandlungsgeräte wie die Crozatapparatur und der Bionator
  3. Craniosacraltherapie und Osteopathie
  4. Manuelle Lymphdrainage im Kopf-Hals Bereich nach Vodder
  5. Behandlung der orofazialen Dyskinesie, d.h. Störungen im Muskelgleichgewicht
  6. Ernährungsumstellung

Dem ganzheitlich arbeitenden Kieferorthopäden ist immer bewusst, dass die Kieferanomalie nicht einfach eine fehlgeleitete organische Funktion ist, sondern bewusst gewordene, auf die körperliche Ebene projizierte Störung der individuellen Lebensordnung. Somit kann sie zum Helfer werden in der Entwicklung von Seele und Geist.

Anatomisch und psychologisch sind der Mensch und sein Gebiss eine Einheit. Ein gesundes Gebiss ist kein Geschenk und kann nicht erkauft werden – es muss erworben und erhalten werden. Formwandlungen und Änderungen der Gestalt dauern lebenslänglich an – so auch die Ausformung des Gebisses.